
Das Abitur (allgemeine Hochschulreife) ist der höchste Schulabschluss in Deutschland. Es ist die Grundvoraussetzung, um an einer Universität oder Hochschule zu studieren. Doch wie genau ist der Weg zum „Abi“ im Jahr 2026 strukturiert?
Der Weg zum Abschluss: G8 vs. G9
In den meisten Bundesländern (z. B. NRW, Bayern) findet aktuell die Rückkehr zum G9 (Abitur nach 13 Jahren) statt. Das Abitur wird in der gymnasialen Oberstufe abgelegt, die sich in zwei Phasen unterteilt:
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Einführungsphase (EF/Klasse 10 oder 11): Vorbereitung auf das Kurssystem.
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Qualifikationsphase (Q1 & Q2): Die Leistungen dieser zwei Jahre zählen bereits für die Endnote.
Das Punktesystem und die Abiturnote
Anders als in der Unterstufe nutzt die Oberstufe ein Punktesystem von 0 bis 15 Punkten:
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15 Punkte: Note 1+ (Hervorragend)
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05 Punkte: Note 4 (Gerade noch bestanden)
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00 Punkte: Ungenügend
Die finale Abiturnote (Schnitt zwischen 1,0 und 4,0) setzt sich aus zwei Blöcken zusammen: Zwei Drittel der Note basieren auf den Leistungen der Qualifikationsphase, ein Drittel entfällt auf die zentralen Abiturprüfungen.
Die Abiturprüfungen
Am Ende der Schulzeit absolvieren Schüler meist fünf Prüfungsfächer:
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Leistungskurse (LK): Zwei bis drei Fächer mit erhöhtem Anforderungsniveau (schriftlich).
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Grundkurse (GK): Weitere Fächer (schriftlich oder mündlich), um die Aufgabenfelder (Sprachen, Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften) abzudecken.
Warum ist das Abitur so wichtig?
Neben dem Hochschulzugang fordern auch viele attraktive Ausbildungsberufe (z. B. bei Banken oder im dualen Studium) das Abitur. Es gilt in Deutschland als Nachweis für vertieftes Allgemeinwissen und die Fähigkeit zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten.




