Sie besitzen das Diplomzeugnis der Universität zu Köln und wollen es vor Verlust, Beschädigung oder unbefugtem Zugriff schützen – die digitale Sicherung ist der schnellste Weg.
Warum eine digitale Sicherung sinnvoll ist
Physische Dokumente sind anfällig für Alter, Wasser, Feuer oder Diebstahl. Ein gut strukturiertes digitales Archiv sorgt dafür, dass das Zeugnis jederzeit abrufbar bleibt und gleichzeitig die Originale geschützt werden. Zudem erleichtert ein elektronisches Backup die Vorlage bei Behörden, Bewerbungen oder im Rahmen von Studiennachweisen.
Vorbereitung: Originaldokument prüfen
Bevor Sie mit dem Scannen beginnen, überprüfen Sie das Original auf Vollständigkeit und Lesbarkeit. Achten Sie auf folgende Punkte:
- Alle Seiten sind vorhanden (Gefäßseiten, Unterschriften, Stempel).
- Der Text ist klar und nicht durch Falten oder Farbeinschlüsse beeinträchtigt.
- Eventuelle Korrekturen sind deutlich erkennbar.
Nur ein fehlerfreies Original führt zu einer brauchbaren digitalen Kopie.
Scannen: Technische Vorgaben
Für die Langzeitarchivierung empfehlen wir folgende Einstellungen:
- Auflösung: mindestens 300 dpi, bei stark strukturierten Dokumenten 600 dpi.
- Farbtiefe: 24‑Bit Farbbild (RGB) – bei reinem Schwarz‑Weiß genügt 8‑Bit Graustufen.
- Format: PDF/A‑1b für archivierungsrelevante Dokumente; zusätzlich eine TIFF‑Version (unkomprimiert) als Backup.
- Farbmanagement: ICC‑Profile einbetten, damit Farben bei späteren Betrachtungen konsistent bleiben.
Ein moderner Flachbettscanner mit automatischem Dokumenteneinzug (ADF) spart Zeit und minimiert Fehlstellen.

Metadaten und einheitliche Dateinamen
Einheitliche Benennung erleichtert das spätere Auffinden. Ein bewährtes Muster lautet:
Universität‑zu‑Köln_Diplomzeugnis_2023_Max‑Mustermann.pdf
Zusätzlich sollten Sie in den PDF‑Metadaten folgende Felder ausfüllen:
- Titel: Diplomzeugnis Universität zu Köln
- Autor: Max Mustermann
- Schlagwörter: Diplom, Universität zu Köln, 2023
- Beschreibung: Gescannt am 12.03.2024, Auflösung 600 dpi, PDF/A‑1b
Sichere Speicherung: Lokale und Cloud‑Optionen
Ein redundantes System reduziert das Risiko von Datenverlust. Empfohlene Kombination:
1. Lokale Festplatte
Speichern Sie das Dokument auf einer externen SSD, die ausschließlich für archivierungsrelevante Daten genutzt wird. Verschlüsseln Sie das Laufwerk mit einem starken Passwort (z. B. BitLocker oder FileVault).
2. Cloud‑Backup
Nutzen Sie mindestens zwei unabhängige Cloud‑Anbieter, die in der EU ansässig sind und DSGVO‑konform arbeiten (z. B. Nextcloud, Tresorit). Aktivieren Sie die Zwei‑Faktor‑Authentifizierung und wählen Sie die Option „End‑to‑End‑Verschlüsselung“.
3. Offline‑Backup
Eine Kopie auf einem physikalischen Medium (z. B. archivierte DVD‑ROM oder Blu‑Ray) sollte an einem sicheren Ort (z. B. Bankschließfach) verwahrt werden.
Langzeitarchivierung: Formate und Redundanz
PDF/A ist speziell für die Langzeitaufbewahrung konzipiert, weil es sämtliche Schriften, Farben und Metadaten einbettet. Dennoch empfiehlt es sich, zusätzlich ein unverändertes TIFF‑Bild zu behalten – dieses Format ist über Jahrzehnte hinweg unverändert lesbar.
Einfaches Prüfschema für die Langzeitarchivierung:
- Jährliche Integritätsprüfung (Hash‑Werte vergleichen).
- Alle drei Jahre ein Test‑Restore durchführen, um sicherzugehen, dass das Format noch unterstützt wird.
- Bei technologischem Wandel (z. B. neue Dateiformate) das Dokument in das aktuelle empfohlene Format migrieren.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Wie schütze ich das gescannte Dokument vor unbefugtem Zugriff?
Verschlüsseln Sie das PDF mit einem starken Kennwort und nutzen Sie ein Dateiverschlüsselungstool, das AES‑256 unterstützt. Zusätzlich sollte das Passwort nicht in einfachen Textdateien gespeichert werden.
Kann ich das PDF/A‑Format später noch bearbeiten?
PDF/A ist grundsätzlich nicht für nachträgliche Bearbeitung gedacht. Wenn Sie Änderungen benötigen, erstellen Sie aus dem Original ein neues PDF/A mit den gewünschten Anpassungen.
Welche Cloud‑Anbieter sind für sensible Dokumente empfehlenswert?
Wählen Sie Anbieter, die explizit DSGVO‑Konformität und End‑to‑End‑Verschlüsselung garantieren. Beispiele sind Nextcloud (selbst gehostet) oder Tresorit.
Wie oft sollte ich die Backup‑Strategie überprüfen?
Mindestens einmal pro Jahr – prüfen Sie, ob die Passwörter noch aktuell sind und ob die Speichermedien noch fehlerfrei funktionieren.
Abschließende Handlungsempfehlung
Setzen Sie die folgenden Schritte umgehend um:
- Originalzeuginnis prüfen und ggf. reinigen.
- Mit 600 dpi, PDF/A‑1b und optional TIFF scannen.
- Klare Dateinamen und vollständige Metadaten eintragen.
- Auf einer verschlüsselten SSD, in zwei unabhängigen Cloud‑Konten und auf einem Offline‑Medium sichern.
- Jährlich Integritäts‑Checks und alle drei Jahre ein Restore‑Test durchführen.
Durch diese systematische Vorgehensweise bleibt Ihr Diplomzeugnis der Universität zu Köln langfristig geschützt und jederzeit abrufbereit.
Weitere Informationen zur sicheren Dokumentenverwaltung finden Sie auf unserer Startseite.









